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Unterirdischen Verteidigungsanlagen im Dillenburger Schlossberg

Unser Projekt in den unterirdischen Verteidigungsanlagen (Kasematten) im Dillenburger Schlossberg ist erfolgreich beendet.

Die alte Installation ist ausgebaut und neuste 'Cave Lighting'-LED-Technik zieht in die alten Gemäuern ein und lässt die Kasematten neu erstrahlen. Besonders beeindruckend ist die „Große Durchfahrt“, hier scheinen die Lichtsäulen die Decke zu tragen. Armin Rau, Vorsitzender des Dillenburger Museumsverein, ist begeistert.

Seit Mai 2011 wurde auf einer Länge von 600m ein neues Beleuchtungskonzept in die Praxis umgesetzt. Die historische Anlage wurde komplett neu gestaltet und in Szene gesetzt - auch Räume, Gänge und Ecken, die bisher vor Besucherblicken im Dunklen verborgen lagen. Die Arbeiten dauerten etwa 3 Monate.

Die Dillenburger Kasematten gehörten zu den größten Verteidigungsanlagen West-Europas und stammen aus dem 15./16. Jahrhundert. Mit Bollwerken, Kasematten und Wehrgängen wurde ein Verteidigungssystem geschaffen, welches die „Dillenburg“ uneinnehmbar machte.

Im Siebenjährigen Krieg (1760) haben französische Truppen allerdings das Schloss in Brand geschossen. Nach Friedensschluss im Jahre 1763 sind die oberirdischen Anlagen geschleift (abgetragen) worden. Die Steine der alten Festung dienten als Baumaterial. Die Verteidigungsanlagen wurden aus Angst vor einer erneuten Belagerung zum Teil gesprengt oder mit Schutt und Erde aufgefüllt.

In den 30er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die unterirdische Anlage teilweise wieder freigelegt und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Jahrzehntelang tauchten Neonröhren und Glühlampen die Räume in gelblichen Schein. Alles war einheitlich beleuchtet.

Damit ist nun Schluss. Mit Hilfe unserer 'Cave Lighting'-LED-Lampen - insgesamt sind 300 Stück installiert - werden die geschichtsträchtigen Anlagen im besten Wortsinn inszeniert. Die 'Cave Lighting'-LED-Lampen setzen Akzente, spenden punktuell Licht, teilweise indirekt, teilweise direkt.

Positiver Nebeneffekt: Die LED-Lampen brauchen wie bei all unseren Projekten viel weniger Strom als die alte Anlage. Bereits während den Installationsarbeiten ist der Verbrauch deutlich gesunken.

Die Beleuchtungsanlage musste dringend erneuert werden, da die alten Lampen in den vergangenen Jahren oft nicht funktionierten. Es kam sogar vor, dass Besuchergruppen bei Führungen im Dunklen standen, so defekt war das elektrische System. Nun sind die Arbeiten beendet und man kann sich die Kasematten wieder ohne Einschränkung anschauen.

Bei einer rund 45 Minuten dauernden Führung erhält der Besucher Einblicke in eine historische Sehenswürdigkeit, die in Deutschland einzigartig ist. Am Ausgang der unterirdischen Anlage gibt es dann noch etliche Zusatzeffekte. Räume und Nischen wie beispielsweise das so genannte "Heimliche Gericht". Höhepunkt und Abschluss des Rundgangs bildet ein Besuch der „Löwengrube“ mit dem 62 m tiefen Brunnen und dem „Rubensgefängnis“.

Weitere Sondereffekte sollen in einem späteren Bauabschnitt erfolgen. Soundeffekte, beispielsweise „Gespräche zwischen Soldaten und Pferdegetrappel“ wird dann per 'Cave Lighting'-MP3-Anlage realisiert werden können.