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Hohle Pestera Fundata

"Pestera din Valea Fundata" - Erste Schauhöhle in Rumänien mit LED-Lichttechnik von Cave Lighting™ und GFK-Material ausgestattet.

Ortslage

Die Peştera Fundata liegt am westlichen Hang des Berges Postăvaru, im Gebiet Ţăra Bârsei, 3.5 km von der Stadt Râşnov und 1.5 km vom Burg Cetatea Râşnov entfernt auf 790 m Höhe (Haupteingang). Die Höhle befindet sich im Naturreservat Valea Cetăţii.

Erreichbarkeit

Das Naturreservat ist mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß erreichbar. Aus Rasnov sind es nur 1.6 km und aus Richtung Poiana Brasov 6.4 km.

Übernachtung

Die nächste Möglichkeit zur Übernachtung bietet das Gasthaus Valea Cetăţii. Dieses befindet sich nach dem Ortsausgang von Rasnov in Richtung Poiana Brasov auf der linken Seite.

Geschichte

1949 wurde die Höhle zum ersten Mal durch eine hydraulische Explosion geöffnet. Der Ablagerungsschutt wurde durch den hohen Druck des dahinter gestauten Wassers heraus gepresst. Es gab dadurch eine mächtige Überschwemmung im Fundata Tal.

1954, eine Jugendgruppe aus Râşnov hatte es geschafft die Hinterräume durch diese Őffnung zu erreichen.
Margareta Dumitrescu und Traian Orghidan haben 1958 eine erste Studie der Höhle gemacht und eine Beschreibung und einen topografischen Höhlenplan erarbeitet. Die Länge der Höhle betrug 270m.

1981, eine Gruppe des Höhlenforschervereins „Emil Racoviţă” aus Bukarest erarbeitet sich eine Länge von 857 m bei 36 m Höhenunterschied.
Zwischen 1988 und 1989 wurden noch weitere 63 m, beziehungsweise 38 m bei einem Höhenunterschied von 38,5 m entdeckt. Die Gesamtlänge der Höhle betrug 958 m. Nach dieser Zeit wurde die Höhle leider immer mehr durch unkontrollierte Besucher beschädigt .
Nach diesem Moment, die Höhle wurde immer mehr durch unkontrollierten Besucher beschädigt.

Seit dem 22.02.2010 ist das Naturreservat Valea Cetăţii und die Höhle Peştera Fundata vom Umweltministerium (Ministerul Mediului şi Pădurilor) der SC EMS Cave SRL zur Erhaltung und Beobachtung übergegeben. Ab dann wurde der Beschädigungsprozess der Höhle endlich gestoppt und die Gestaltungsarbeit zur Schauhöhle mittels neusten Technologien gestartet.

Exokarst und Freizeitgestaltung

Die Höhle durchquert einen zerklüfteten Jura Kalksteinblock. Die Besucher können während kurzer Wanderungen im Gebiet verschiedene Elemente des Exokarsts beobachten: Karren, Wasserversickerungen, Blindtal und Schluchten.
Im Naturreservat sind Őkotourismus und Aktivtourismus, Mountainbike oder Reiten möglich. Bei Poiana Dracului sind für Kletterer einige leichte Routen angelegt worden.
Die Höhle Peştera Fundata
Es sind drei Bereiche zu unterscheiden:

  1. der abgehende Gang, beim oberen Eingang in Poieniţa Dracului;
  2. die Grosse Halle;
  3. der Gang zum Haupteingang im Valea Fundata Tal.

Die Stecke zwischen den zwei Eingängen ist ca. 150 m lang und hat einen Höhenunterschied von 37 m.
Der Haupteingang und die Grosse Halle wurden für den Tourismus ausgebaut. Bei der Gestaltung wurden hochmoderne Technologien verwendet, welche den Sicherheits- aber auch den ökologischen Ansprüchen gerecht werden. Diese wurden in Rumänien durch „Show Caves Technical Solutions“ erfolgreich eingeführt. Der ganze Parcours führt die Besucher über Laufpodeste und Treppen mit Geländer und Handläufe aus GFK (Glasfaserverstärkter Kunststoff) zu den Höhlengeheimnissen. Während der unterirdischen Wanderung sind Tropfsteine, die die Wände und die Decke der Halle beschmücken, zu bewundern. Das auf LED Technologie der Firma Germtec basierende Beleuchtungssystem ermöglicht ein spezielles Lichtspiel, welches die Tropfsteine und die Querschnitte der Halle in beste Pose bringen. In der Grossen Halle (Sala Mare, beeindruckende 40x30x20m !) sind vielfältige Formen zu sehen. Die Raumdecke ist fast unverändert geblieben, eine Vielzahl an Stalaktiten hängt magisch herunter. Die Wände wurden mit Kalksinter bereichsweise bedeckt. Im südwestlichen Teil der Halle sind große Stürzblöcke zu sehen. Becken verschiedener Größe sind mit Wasser gefüllt und in manchen von ihnen findet man die seltenen Höhlenperlen. Das Wasser fließt nur saisonbedingt durch die Halle. Ein zwischen 10–40 cm mächtiger, stalagmitischer Doppelboden der Halle begleitet den temporären Talweg. Der Kalzitboden der Halle (westwärts geneigt) ist auf beide Seiten des unterirdischen Bachlaufes gestürzt. Das Bild zeigt sich eindrucksvoller ausgangs der Halle, in einem Abstieg von 10 m in Richtung Haupteingang.
Ab und an ist hier eine Fledermaus zu sehen, die uns erinnert, dass wir nicht die einzigen Besucher der Höhle sind.
Durch den oberen Eingang im Bereich Poieniţa Dracului gibt es einen speziellen Zugang; dieser dient jenen Höhlenbesuchern, die eine sportlichere Tour machen möchten. In diesem Bereich ist der Besuch nur unter Begleitung und mit Ausrüstung gestattet. Nach einem etwa 16 m langen schwierigen Teil, tritt man in einen kleinen Raum mit Wasserlauf. Von hier aus ist der Weitergang durch einen von zwei Parallelgängen möglich. Diese treffen sich wieder nach 45 m, einer davon ist der aktuelle Wasserweg. Nach weitere 170m durch Schmallgänge wird die Grosse Halle erreicht.
Während dieser Tour kann der Besucher auf andere Aspekte der Verkarstung treffen: Korrosion und Erosion haben die Spalten und Risse aus dem Kalkblock zu dem heutigen Bild der Höhle gemacht. Feine Ablagerungen bis große Stürzblöcke sind hier vorhanden.

Bibliografie

M.Dumitrescu si T. Orghidan (1958) M. Bleahu (1976)
D. Balteanu, N. Bacaitan, ( M.N. 1980)
M. Bleahu, V. Decu, St. Negrea, C. Plesca, N. Povara, I. Viehmann – Pesteri din Romania 1976
T. Orghidan, St. Negrea, Gh. Racovita, C. Lascu, - Pesteri din Romania 1984

Rumänische Originalversion wurde von Ioana Meleg geschrieben. Die Übersetzung auf Deutsch erfolgte durch Dragos Petrescu und Oliver Heil.