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Bilsteinhöhle Warstein - Moderne LED-Technik statt Glühlampen

Lage:                         51.428386, 8.321948

Länge:                       400m

Schauhöhle seit:         1888                                                                         

Renovierung:               September bis November 2015                                    

380 Lampen mit ca. 1500 Watt Gesamtleistung

Warstein - Moderne LED-Technik statt Glühlampen.

Früher hätte vermutlich niemand gedacht, dass die teilweise mit Lehm angefüllte Höhle im Warsteiner Bilsteintal einmal von Besuchern überströmt werden würde. Von den 1850 Metern Gesamtlänge gibt es 400 Meter öffentlich zu sehen. Bereits seit 1888 findet der Schauhöhlenbetrieb statt. Das, für Besucher geschlossenes, unterste Teil der Höhle steht oft unter Wasser, da sich dort ein unterirdischer Bach bildet. 1937 wurden in der Höhle Bohrungen und Sprengungen durchgeführt, um einen zwölf Meter langen Verbindungstunnel zwischen der eigentlichen Tropfsteinhöhle und der Eingangshöhle anzulegen.

Warstein kennt man vor allem wegen der bekannten Biersorte. Nun lohnt aber auch ein Besuch der Schauhöhle im Bilsteintal! Eine Batterie dient nun als Notstromversorgung anstatt einem alten unzuverlässigen Dieselmotor, was nun die Sicherheit erheblich gewährleistet. Mehr als vier Jahrzehnte war die alte Beleuchtung der Tropfsteinhöhle im Bilsteintal in Betrieb, bevor sie im Herbst 2015 für mehr als 165 000 Euro erneuert wurde. Dabei schlägt der Bilsteintal-Verein als Betreiber der Bilsteinhöhle gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Neben dem zukünftig viel effektvolleren Licht in der Schauhöhle ergibt sich auch eine Energieeinsparung von geschätzt mehr als 3000 Euro pro Jahr (95% Ersparnis). Daher war es auch an der Zeit die Beleuchtung der Bilsteinhöhle grundlegend zu erneuern.

Insbesondere die gewünschte phasenweise Schaltung der Anlage, um nicht die kompletten 400 Meter ganztägig dem Scheinwerferlicht auszusetzen, war mit der alten Anlage so nicht möglich gewesen. Dieser Zustand ist auch für die Biologie der Höhle nicht gut, da Höhlen normalerweise gar kein Licht besitzen. Die sogenannte Lampenflora, also, Moose und Farne in der Nähe der alten Lampen werden langfristig der Vergangenheit angehören, da bei LED-Technik und durch die Schaltmöglichkeiten weniger wächst und andere solcher Schauhöhlenprojekte deutlich zeigen, das sich der biologische Allgemeinzustand deutlich verbessert.

Zukünftig gibt es zwei Arten von Beleuchtung in der Höhle, beide Systemen arbeiten mit einer 24-Volt-Gleichstromversorgung: Auf der einen Seite die Effekt- und Objektbeleuchtung mit Strahlern, auf der anderen Seite davon getrennt die blendfreie Wegebeleuchtung.

Morgens „An“ und abends „ Aus“ war vorgestern.

Moderne Höhlenbeleuchtung bietet mehr, als die beiden Zustände hell und dunkel. Das Licht kann gedimmt und sogar auf Wunsch in der Farbe geregelt. Da genügt es schon lange nicht mehr, nur einen Schalter vorzusetzen, um alle Vorzüge zu genießen. Cave Lighting lieferte der Bilsteinhöhle ihr bewährtes Techniksystem aus, d.h. man kann per Tastendruck die Anlage so schalten, wie der Höhlenführer es didaktisch braucht.

Die Ideen für die Leuchtenstandorte der Effektbeleuchtung wurden zusammen mit dem Betreiber realisiert. Daher danken wir insbesondere den Höhlenbeauftragten Stefan Enste und Heinz Greifenstein für ihre liebevolle Zusammenarbeit.

Oliver Heil

Cavelighting-Team

Weitere Informationen können unter nachfolgenden Links erhalten werden:

Bilsteinhöhle Galerie

WDR report: Bilstein cave

Soester-Anzeiger.de

www.bilsteintal.de