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Das Beleuchtungssystem von der Segeberger Kalkberghoehle auf der Basis von Power LEDs

Anfang 2008 hat das Projekt-Team absolut unerwartet eine Anfrage vom Geologischen Büro Reinhard Völker bekommen. In der Anfrage ging es darum, einen Kostenplan vom Beleuchtungssystem einer berühmten Höhle in der Stadt Bad Segeberg, die 50 km nördlich von Hamburg liegt, zusammenzustellen.

Diese Höhle ist sehr bekannt, und das nicht nur in Fachkreisen. Mehr Information über die Höhle bekommen Sie auf den folgenden Websites:

1. http://www.showcaves.com/german/de/showcaves/Segeberger.html – deutsche Version

2. http://www.showcaves.com/english/de/showcaves/Segeberger.html – englische Version

3. http://de.wikipedia.org/wiki/Kalkbergh%C3%B6hle

4. http://www.noctalis.de/index.php?cccpage=Hoehleneroeffnung

...und vielen anderen.

Wie es sich herausgestellt hat, war die Anfrage von Herrn Völker sehr dringend. Das war damit verbunden, dass Karl-May-Spiele, die dem berühmten deutschen Schriftsteller Karl May und seinen Helden gewidmet sind, jährlich von Juni bis September in Bad Segeberg stattfinden. In ihrer Freizeit können die Besucher der Festspiele das einzigartige Fledermauszentrum „Noctalis“, das sich in der Nähe vom Amphitheater befindet, sowie die Höhle, die direkt unter dem Amphitheater liegt, besuchen.

Bad Segeberger Höhle besteht aus Gipsstein und ist nicht nur aus geologischer Hinsicht einzigartig. Besonders im Winter sind viele Tausend Fledermäuse, die hierher aus ganz Norddeutschland kommen, in dieser Höhle heimisch. Außerdem ist sie von Käfern, die sich vom Fledermausguano ernähren und Neo-Endemite sind, bewohnt.

In unserem Fall bestand das Problem nicht in der Einzigartigkeit der Höhle, sondern in der banalen Tatsache, dass das Beleuchtungssystem der Höhle veraltet und marode war. 2007 hat die Beleuchtung die technische Prüfung des TÜV nicht bestanden. So wurde die Nutzung der Höhle während der Saison 2008 gefährdet, was für die Stadt Bad Segeberg sowie die Firma „Noctalis“ sogar kurzfristig gesehen wesentliche wirtschaftliche Verluste bedeutet hätte, die unzulässig gewesen wären.

Die Ingenieure des Projektes „Cave Lighting™“ haben in Rekordzeit das Beleuchtungssystem für die Höhle ausgearbeitet. Es wurde beschlossen, vorwiegend Leuchten von Typ „Q“ mit der Leistung von 3 Watt und Schmaloptik zu verwenden. Nach gewisser Bedenkzeit haben die Auftraggeber unser Lichtsteuerungssystem, das eine individuelle Steuerung jeder einzelnen Leuchte sowie Bausteine und Radiosteuerpulte enthält, bevorzugt.

Die Schaffung eines konventionellen Entwurfs, die Modellbildung, die Demontierung des alten Systems, sowie die Installation des Neuen, hat das Büro von Herrn Völker übernommen. Unser Projekt-Team war für die termingerechte Lieferung der Ausrüstung, finale Programmierung der Software nach der Installation und für die Inbetriebnahme des Systems zuständig.

Die Durchführung von den Arbeiten wurde dadurch erschwert, dass die Höhle im Winter absolut unbetretbar ist, weil sie dann zum Winterquartier einer viertausendköpfigen Fledermauskolonie wird. Erst Mitte April hat das Geologische Bureau die Erlaubnis für die Durchführung der Arbeiten erhalten. Das Datum der Eröffnungsfeier stand fest: der 28. Juni! Kein Tag früher, kein Tag später!

Ehrlich gesagt verstehen wir immer noch nicht, wie es Reinhard Völker, Chrystal Völker und ihren Mitarbeitern gelungen ist, so eine Riesenarbeit innerhalb von solch kurzer Zeit zu erledigen! Viele hielten das für unmöglich.

Aber die Tatsache bleibt! Wir haben auch unseren Teil der Vereinbarung erfüllt und die Ausrüstung termingerecht geliefert. Das ganze System besteht aus 70 Leuchten von Typ „Q“, 5 Leuchten von Typ“QP“, 9 Kontroller und 3 Plattformkontroller. Die Gesamtleistung des Systems entspricht der von 270 Watt, was 5 Glühlampen je 60 Watt gleichkommt. Das Systemschema und die graphische Darstellung einzelner Bausteine können Sie mit Hilfe von folgenden Links finden. (kommen leider etwas später)

Mitte Juni fuhren der Manager Alexander Chrapko und der leitende Ingenieur des Projektes Vladimir Vaschkevich nach Bad Segeberg, um die finale Gestaltung des Beleuchtungssystems durchzuführen. Wir haben nicht gezählt, wie viele Kilometer wir beim Einrichten der Beleuchtung in den Gängen der Höhle gelaufen sind. Insgesamt hat uns diese Aufgabe 3 Tage in Anspruch genommen. Natürlich ist es nicht ganz ohne Fehler verlaufen, aber das Ergebnis war mehr als einfach nur befriedigend.

Es ist nicht üblich, sich dem Eigenlob hinzugeben, deswegen überlassen wir Ihnen die Möglichkeit, die Früchte unserer Arbeit zu beurteilen.

Die Photos von der Höhle mit dem neuen Beleuchtungssystem finden Sie unter der Rubrik „Galerie“, oder noch besser – besichtigen Sie die Schauhöhle persönlich!!!

Wir wünschen Ihnen viel Spaß dabei!

Ihr Projekt-Team

Übersetzung: Viktoria Yusuf