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Made by Cave Lighting: Schillat-Höhle, Langenfeld, Niedersachsen, Deutschland, Februar 2013

Die Schillat-Höhle galt einmal als Musterbeispiel für schlecht beleuchtete Schauhöhlen in Deutschlands.
Dieser Ruf gehört nun der Vergangenheit an, denn die Umstellung auf die LED Beleuchtung war die einzig richtige Entscheidung, um die Höhle wie auch das Sinterarchiv, langfristig zu bewahren.

Die Schillat-Höhle ist bekannt als Deutschlands nördlichste Tropfsteinhöhle. Die Höhle liegt bei Hessisch-Oldendorf, Stadtteil Langenfeld, auf der Nordseite des Süntel.

1992 wurde die Schillat-Höhle durch Hartmut Brepohl entdeckt, der bei Sprengarbeiten im Steinbruch den Hohlraum anschnitt. Im August 2004 wurde sie dann für das Publikum als Schauhöhle eröffnet.
Um die Höhle, die in einer Wand des Steinbruches liegt, zu erreichen, wurde auf der Kante des Steinbruchs ein modernes Besucherzentrum errichtet. Mit einem Aufzug werden die Besucher bequem aus dem Höhlenhaus in die 45 Meter tiefer liegende Höhle gebracht. Die Höhle ist ganzjährlich geöffnet. Im Sommer finden 3-4 Besucherführungen gleichzeitig statt.

Die Schillat-Höhle ist deutschlandweit bekannt durch das dort ausgestellte Sinterarchiv vom Bodo Schillat. Mehrere Hundert unterschiedlichste Tropfsteine, die Benno-Wolf Preisträger Bodo Schillat gesammelt hatte, werden innerhalb der Schauhöhle ausgestellt. Um diese Tropfsteine vor den Besuchern zu schützen, wurden oberhalb des Führungsweges Vitrinen aus Plexiglas installiert.
Solche Konstruktionen erwiesen sich allerdings mit der Zeit als schlecht, da die Scheiben ständig beschlugen und Besucher dadurch die Ausstellung nicht gut einsehen konnten. Um Kondenswasser zu vermeiden, entschieden sich die Betreiber für den Einsatz von Heißlüftern. Jahrelang wurden so tausende von Kilowatt als heiße Luft in die Höhle geblasen, was die Erwärmung der Höhlenumwelt auf bis zu 14°C, unkontrollierbares Wachstum von diverser Flora und letztlich die Zerstörung der Höhle wie auch des Sinterarchives zur Folge hatte.
In solch einem erbärmlichen Zustand konnte die Schauhöhle auf Dauer nicht betrieben werden. 2012 wurde durch die Gemeinde der Stadt Hessisch-Oldendorf endlich die Entscheidung getroffen, die Schauhöhle mit einer umweltfreundlichen und modernen LED Beleuchtung auszustatten.

Nach Klärung der Finanzierung über das Leader-Programm und Planung der Beleuchtungsanlage durch das Planungsbüro Fohlert, kamen im Februar 2013 Spezialisten des Cave Lighting Projektes zum Einsatz.

Nach Abbau der völlig überdimensionierten alten Halogen-Beleuchtungsanlage, wurde entsprechend der Planungen die Ausleuchtung der Höhle neu erschaffen. Zu der dezenten Wegebeleuchtung kam als übergeordnetes Element noch die Akzentbeleuchtung hinzu. Die Trennung von Wege- und Akzentbeleuchtung wurde allerdings durch die sehr engen Gänge und nicht optimalen Kabelwege erschwert. Die Cave Lighting-Spezialisten haben aber auch diese Situation mit Geschick gemeistert. Das Ergebnis der Erneuerung der Beleuchtung überzeugt sowohl den anspruchsvollen Besucher als auch die örtlichen Höhlenforscher. Die Schillat-Höhle galt einmal als Musterbeispiel für schlecht beleuchtete Schauhöhlen in Deutschlands Dieser Ruf gehört nun der Vergangenheit an, denn die Umstellung auf die LED Beleuchtung war die einzig richtige Entscheidung, um die Höhle wie auch das Sinterarchiv, langfristig zu bewahren.

Die Schillat-Höhle ist seit Anfang März mit neuem „Look“ im Betrieb. Viele Tausende Besucher haben seit der Wiedereröffnung die Möglichkeit die „Neue“ Schauhöhle zu bestaunen und sind durchweg begeistert.

Wegen der durchdachten Installation und der intelligenten Schaltung von einzelnen Zonen innerhalb der Höhle, kann man bereits nach 3 Monaten feststellen, dass die schädliche Lampenflora sich zurückbildet. Die Pflanzen verlieren das Chlorophyll, werden durchsichtig und sterben langsam ab. Dieses Ergebnis stärkt die Philosophie des Cave Lighting-Teams und beweist wieder einmal, dass unsere Anstrengungen nicht nur auf den wirtschaftlichen und ästhetischen Zielen unserer Kunden beruhen, sondern vor allem die Höhlenumwelt nachhaltig geschützt wird.

Schillat-Höhle

Ort: Langenfeld, Niedersachsen, Deutschland.
Position: 52° 12′ 17″ N, 9° 17′ 17″ O.
Schauhöhlenbereich: 180 m.
Schauhöhle seit: 2004
Besucherzahl: ~ 25.000 / Jahr.
Umbau auf LED: Februar 2013.
LED Anlage: 135 Lampen mit ca. 500 Watt Gesamtleistung.
Leistung alt: etwa 12.000 W.